Vitamin B

Vitamin B

Die B-Vitamine sind eine Gruppe von wasserlöslichen Vitaminen, die entscheidend an der richtigen Funktion des Stoffwechsels beteiligt sind. Während manche B-Vitamine in allen Nahrungsmitteln vorhanden sind, findet man andere nur in bestimmten Nahrungsmitteln, häufig vor allem in tierischer Nahrung. Eine ergänzende Gabe kann deshalb vor allem für Vegetarier und Veganer sinnvoll sein.

Vitamin B1 (Thiamin) spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel der Zellen. Sein Vorkommen ist vor allem in der Silberhaut von Getreide, weswegen eine Ernährung mit Vollkornerzeugnissen einem Mangel effektiv entgegenwirkt. In Südostasien, wo für viele Menschen polierter Reis das Hauptnahrungsmittel ist, ist der Mangel an Thiamin besonders verbreitet und verursacht die Krankheit Beri-Beri.

Vitamin B2 (Riboflavin) trägt zur Hautheilung und einem gesunden Energiestoffwechsel bei. Außerdem unterstützt es die Hautheilungsprozesse. Es findet sich vor allem in Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Ein Mangel macht sich durch kleine Risse in der Haut und Blutarmut bemerkbar.

Vitamin B3 (Nikotinsäure) trägt zum gesunden Stoffwechsel der Haut und Schleimhäute bei. Auch dieses Vitamin findet sich vor allem in tierischen Erzeugnissen. Bei einem Mangel entsteht die Krankheit Pellagra, bei welcher der gestörte Stoffwechsel der Haut zu schuppenden und nässenden Stellen führt.

Vitamin B5 (Pantothensäure) unterstützt die Bildung von gesunden Haaren und Nägeln und kräftigt das Immunsystem.

Vitamin B6 (Pyridoxin) ist für den Eiweißumbau unabdingbar und wird besonders während der Schwangerschaft oder bei Menstruationsbeschwerden benötigt.

Folsäure findet sich in Lebensmitteln wie Spinat oder Innereien und ist essenziell für die Blutbildung und die Zellteilung. Auch dieses Vitamin wird in erhöhtem Maße während der Schwangerschaft benötigt.

Vitamin B12 (Cobalamin) wird in erhöhtem Maße von in Wachstum befindlichen Kindern benötigt und trägt außerdem zur Zellteilung und Blutbildung bei. Anders als andere B-Vitamine kann es vom Körper bis zu 5 Jahre gespeichert werden. Es wird durch Mikroorganismen gebildet und findet sich deswegen vor allem in Fleisch und fermentierten Lebensmitteln wie etwa Miso.